Stammeslager in Rüthen

Erschienen am 3. Juli 2015 in Allgemein

Stephan

 

27.06. - 03.07.2015

In der ersten Ferienwoche war es endlich soweit:         
Das diesjährige Stammeslager begann!

Samstag

Das Ziel war der Zeltplatz in Rüthen. Nach einer kurzen Busfahrt machten wir uns direkt daran die Zelte aufzubauen. Anschließend stärkten wir uns bei Hot Dogs. Alt eingesessenen Pfadfindern ist der Zeltplatz in Rüthen sehr vertraut, für unsere jüngsten Teilnehmer jedoch noch unbekannt. Daher wurde der Platz am Nachmittag erkundet, ein Spielplatz, die Feuerstelle und das Waldgebiet entdeckt. Den Abend ließen wir gemütlich am Lagerfeuer ausklingen, ehe es in die Schlafsäcke ging.

Sonntag

Am Sonntag wurden wir schon von der Sonne geweckt. Nach einer großen Runde Sonnenreme-für-alle starteten wir in den Hitze-Tag. Ein Pool wurde aufgebaut und lud zum ausgiebigen Wasserspaß ein. Den Tag über landeten – freiwillig oder unfreiwillig lassen wir an dieser Stelle mal offen - viele von uns im kühlen Nass. Zudem fertigten einige Kinder Gipsmasken an, die im weiteren Verlauf von ihnen künstlerisch gestaltet wurden. Am Nachmittag bekamen wir Besuch von Anna Werner, die Diözesanvorstand in Paderborn ist. Ihr Besuch galt vor allem unserem Vorstandsmitglied, Tobias, der seine Woodbadge-Ausbildung abschloss und daher das Woodbadge-Halstuch von ihr bekam. Der Abend war für den gesamten Stamm etwas Besonderes, da der Stufenwechsel bevorstand. Dieser fand in der Arena des Zeltplatzes statt, wo sich alle im Halbkreis versammelten, um die „Wechsler“ zu bejubeln. Die Wölflingsstufe wächst und wächst und insgesamt wurden zehn neue Wölflinge in die Stufe aufgenommen. Die Jufistufe freut sich über den Zuwachs von sechs neuen Kindern. Die Pfadistufe bekommt dreifache Verstärkung in ihren Gruppenstunden und die Rover freuen sich über ein neues Mitglied. Auch die Leiterrunde vergrößert sich um drei neue Mitglieder. Jeder Wechsel wurde euphorisch mit einer Klatsch-Rakete beendet, wodurch eine super Stimmung herrschte. Die neuen Stufen versammelten sich anschließend am großen Lagerfeuer und schliefen an diesem Abend in den neuen Gruppen in ihren Zelten.

Montag

Am Montag war der erste Stufentag. Da alle Stufen sich durch den Wechsel am Vorabend verändert haben, konnten sie sich an diesem Tag neu zusammenfinden und intensiver kennenlernen. Die Wölflinge und die Jufis fuhren in den Wildpark „Bilsteintal“ in Warstein. Die Besonderheit war eine Führung durch die Bilsteinhöhle, einer Tropfsteinhöhle, die wir besichtigen konnten. In der Führung wurde uns die Entstehung und Entdeckung der Höhle im Jahr 1887 näher gebracht. Ein weiterer Höhepunkt war die Fütterung der Luchse in dem Außengehege des Wildparks. Die Pfadis hielten sich an diesem Tag am Zeltplatz auf und mussten sich durch ein großes Aufgabenspiel im Waldgebiet kämpfen, das ihre Leiter für sie vorbereitet hatten. Die Rover entspannten währenddessen im Schwimmbad und genossen dort die Abkühlung im Wasser.

In der Abendrunde tauschten sich die Stufen untereinander aus, was sie den Tag über erlebt hatten und reflektierten die bisherige Zeit des Stammeslagers. Am Lagerfeuer fielen den ersten Kindern dann bereits die Augen zu und somit ging es in die Zelte.

Dienstag

Dienstag war unser Stammestag. Der gesamte Stamm wurde in Sechser- oder Siebener-Gruppen altersgemischt aufgeteilt und wurde in zeitlichen Abständen in ein großes Aufgaben-Geländespiel geschickt. Die Gruppen mussten durch verschiedene Wegzeichen auf dem Boden die einzelnen Stationen im Wald finden und die dortige Aufgabe meistern. Die erste Station forderte unsere Geschicklichkeit. Auf einem schmalen Brett mussten mehrere Gläser gefüllt mit Wasser  durch einen kleinen Weg im Wald getragen werden. In der zweiten Station wurden unsere Geschmacksnerven getestet, indem einzelne Mitglieder mit verbundenen Augen einen „bunten Löffel“ mit vier verschiedenen Zutaten kosten durften und die jeweiligen Zutaten erraten mussten. Die dritte Station forderte unser Pfadfinderwissen. Aus einzelnen Buchstaben auf Papier mussten wir ein Zitat von dem Gründer der Pfadfinder, Robert Baden-Powell, zusammenlegen. Ganz getreu des gelösten Zitates „Ohne Abenteuer wäre das Leben tödlich langweilig“ machten wir uns auf den weiteren Weg.

Die vierte Station konnte gemeistert werden, indem man sich verschiedene Gegenstände, die nach einer halben Minute unter einer Decke versteckt wurden, merkte und diese aufzählte. Die fünfte Station stellte uns vor die Herausforderung unseren Gruppenmitgliedern ein Lied mit Wasser im Mund vorzugurgeln, so dass diese es erraten konnten. „Bruder Jakob“ und „Hey Pippi Langstrumpf“ erkennen wir gurgelnd nun alle. Die letzte Station war eine „Schätz-Station“, bei der sowohl Nägel im Glas auf die Anzahl, als auch ohne Uhr eine Minute geschätzt werden musste. Nach einem weiteren Fußmarsch erreichten wir wieder den Zeltplatz und hatten freie Zeit, bis schließlich alle Gruppen zurückkehrten. Im Essenszelt gab es dann schließlich die Siegerehrung mit einem erfrischenden Eis für alle.

Mittwoch

Am Mittwochmorgen spielten wir Menschen-Memory und mussten unseren jeweiligen Partner in der Menschenmenge finden. Unsere Stimmbänder wurden beim lautstarken Brüllen von den Pärchen, wie beispielsweise „BIRNENBAUM!!!!!!!“, nicht geschont. Die Sonne schien auch an diesem Tag schon früh am Morgen, weshalb wir uns nach dem Frühstück mit Lunchpaketen gerüstet zu Fuß auf den Weg ins Freibad „Biberbad“ in Rüthen machten. Den Tag über kühlten wir uns im Wasser ab oder entspannten im Schatten.

Schwimmen macht hungrig und daher wurden wir vom Küchenteam bei unserer Rückkehr bereits mit vollen Kochtöpfen erwartet. Nach einem ausgiebigen Abendessen begann unsere Abendrunde früher, damit wir zusammen noch länger am Feuer sitzen konnten.

Donnerstag

Am Donnerstag bauten wir eine Kleisterrutsche aus Zeltplanen. Mit Anlauf und Bauchplatschern hatten alle viel Spaß beim Hinabrutschen des Hügels. Schließlich brach unser letzter Abend an und mittlerweile ist es Tradition geworden, dass der letzte Abend am Lagerfeuer verbracht wird und daher der „Campfire-Abend“ ist. Aufgebaut wurde ein großes Buffet mit allerhand Leckereien. Würstchen wurden über dem Feuer am Stock gegrillt, eine große Salatbar sicherte die Vitaminzufuhr und Stockbrot wurde ebenfalls zubereitet.

In der letzten Abendrunde schrieben wir uns gegenseitig Nachrichten auf Zetteln, um den anderen zu sagen, was mit ihnen besonders viel Spaß gemacht hat oder worüber man sich besonders gefreut hat. Die Zettel wurden in einer Schatzkiste mit persönlichem Briefkasten für jeden einzelnen gesammelt. Die Nachrichten konnten so am großen Lagerfeuer gelesen werden und bildeten einen schönen Abschluss für das Lager.

Freitag

Der letzte Tag brach an und nach einem Frühstück, was uns alle stärkte, begann auch schon das große Packen. Taschen wurden gepackt, Luftmatratzen und Schlafsäcke eingerollt und schließlich die Zelte abgebaut. Der Bus holte uns vom Zeltplatz ab und brachte uns sicher zum Jugendheim nach St. Franziskus zurück. Begrüßt wurden wir von den wartenden Eltern. Abschließend sangen wir alle zusammen das Pfadfinderlied und feierten das gelungene Stammeslager mit Klatsch-Raketen.

 

Wir wünschen euch allen schöne Restferien und freuen uns auf die kommenden Gruppenstunden mit euch!

Von Katharina Becker

Kommentar hinterlassen:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.